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Hunter Wireless Valve Link: Ventile dort ergänzen, wo kein Kabel hinkommt

12.06.2026, 10:22:17
Der Wireless Valve Link von Hunter ersetzt die Feldverkabelung durch eine lizenzfreie Funkverbindung. So lassen sich bis zu 54 Ventile an ein bestehendes ICC2-, HCC- oder MCC-Steuergerät anbinden – ohne Graben, Bohrung oder Aufbruch befestigter Flächen.

Wozu der Wireless Valve Link dient 

Jeder Installateur kennt die Situation: ein Projekt, das problemlos wäre – bis auf einen Asphaltstreifen, einen Zierrasen oder die Einfahrt des Nachbarn, die niemand aufgraben möchte. Konventionelle Bewässerung benötigt Kupferleitungen vom Steuergerät zu jedem Ventil, und Aufwand und Kosten der Kabelverlegung entscheiden oft darüber, ob ein Projekt überhaupt wirtschaftlich ist. Zudem bleibt das Kabel über die gesamte Lebensdauer der Anlage anfällig – für Mäher, Vertikutierer, Umbauarbeiten, Wurzelwachstum und Blitzeinschlag. 

Der Hunter Wireless Valve Link nimmt das Kabel aus der Gleichung. Jeder Ventilkasten erhält eine kleine batterie- oder solarbetriebene Funkeinheit, die direkt mit einem Modul im Steuergerät kommuniziert – über Distanzen von bis zu rund 600 Metern bei Sichtverbindung und mit Repeater entsprechend weiter. Keine neuen Gräben, keine Schnitte in befestigte Flächen, kein Feldkabel, das später ausfallen kann. 

Kurz gefasst 

Der Wireless Valve Link ist die richtige Wahl, wenn die Kabelverlegung zu einem neuen oder ersetzten Ventil mehr kosten würde als die Bewässerung selbst – über Straßen, um Gebäude herum, in gewachsene Gärten oder zu abgelegenen Zonen auf Sport- und Golfanlagen. 

So funktioniert es im Feld 

Das System basiert auf zwei Geräten. Ein Wireless Valve Output Module (WVOM) wird anstelle eines konventionellen Stationsmoduls in ein Hunter ICC2-, HCC- oder MCC-Steuergerät eingesetzt. Im Feld sitzen eine oder mehrere Wireless-Valve-Link-Einheiten im Ventilkasten und steuern die Magnetventile direkt. Die Kommunikation läuft über eine lizenzfreie LoRa-Funkverbindung mit Zwei-Wege-Bestätigung, sodass das Steuergerät weiß, dass der Befehl empfangen wurde und das Ventil tatsächlich geöffnet hat. 

WVL-Einheiten gibt es in Ausführungen für eine, zwei und vier Stationen, sodass ein typischer Ventilkasten mit einer Einheit auskommt. Jede WVL wird über eine kurze Niederspannungsleitung mit dem Magnetventil verbunden (bis zu 30 Meter mit 18-AWG-Kabel), wodurch das Ventil selbst nicht direkt unter der Funkeinheit liegen muss. Die Einrichtung erfolgt über eine kostenlose Bluetooth-App für iOS oder Android, inklusive integrierter Standortprüfung zur Bestätigung der Signalqualität vor der Inbetriebnahme. 

Wo die Sichtverbindung durch Gebäude, dichte Bepflanzung oder Gelände unterbrochen ist, erweitert ein solarbetriebener Repeater (RPT) die Reichweite und kann die Arbeitsreichweite etwa verdoppeln. Ein Antennenverlängerungsset ist zudem verfügbar, wenn das Steuergerät in einem Keller, Metallschrank oder an einem anderen signalschwächenden Standort untergebracht ist.

Wo der Unterschied am größten ist 

Fünf Situationen kommen in Projekten, die wir in unseren Märkten sehen, immer wieder vor: 
  • Gewerbeflächen mit befestigtem Untergrund – Parkplätze, Einkaufszentren, Gewerbeparks, wo Grünflächen hinter Beton und Asphalt liegen 
  • Öffentliche Flächen – Kreisverkehre, Mittelstreifen, Parks mit Wegen oder Wasserspielen im Weg 
  • Sportplätze und Golfanlagen – Ergänzung von Trainingsbereichen oder neuen Zonen an einem bestehenden Steuergerät, ohne die Hauptspielfläche aufzugraben 
  • Gewachsene Gärten und denkmalgeschützte Anlagen – Bewässerung ergänzen, ohne etablierten Rasen, Pflaster oder geschützte Wurzelsysteme aufzureißen 
  • Blitzschlaggefährdete Standorte – weil zwischen Ventilkasten und Steuergerät kein Kupferkabel liegt, kann ein Einschlag am Ventil nicht über die Leitung zurückwandern und das Steuergerät zerstören

Häufig gestellte Fragen (FAQ) 

Ersetzt die WVL das Steuergerät? 
Nein. Sie arbeitet zusammen mit den Steuergeräten ICC2, HCC und MCC von Hunter. Ein WVOM wird in das Steuergerät eingesetzt und dient als Funkbrücke zu den WVL-Einheiten im Feld. 

Kann ich kabellose und verkabelte Ventile am selben Steuergerät kombinieren? 
Ja. Die WVL lässt sich mit konventionellen ICM-Modulen oder Zweidraht-EZDS-Modulen im selben Steuergerät kombinieren – bis zu insgesamt 54 Stationen plus Pumpe/Hauptventil. 

Welche Reichweite ist realistisch? 
Bis zu rund 600 Metern bei Sichtverbindung unter idealen Bedingungen, mit Repeater entsprechend mehr. Gebäude, dichtes Laub und Gelände reduzieren diesen Wert, weshalb Hunter in der WVL-App eine Standortprüfung integriert hat – führen Sie diese stets vor der endgültigen Installation durch. 

Wie wird die WVL mit Strom versorgt? 
Jede WVL läuft mit 9-VDC-Batterien, je nach Konfiguration eine oder zwei Einheiten pro WVL. Die Batterien müssen in der Regel einmal pro Saison oder einmal jährlich gewechselt werden. Für langfristige Installationen und abgelegene Zonen hält ein Solarpanel-Set (SP-WVL) die Einheit dauerhaft geladen. 

Ist die WVL für blitzschlaggefährdete Standorte geeignet? 
Ja – das ist eines ihrer stärksten Argumente. Weil zwischen Ventilkasten und Steuergerät kein Kupferkabel liegt, hat ein Blitzeinschlag am Ventil nichts, worüber er zurückwandern könnte. Diese Trennung schützt das Steuergerät vor Überspannungsereignissen, die konventionelle verkabelte Systeme häufig zerstören. 

Mit welchen Magnetventilen arbeitet die WVL? 
Die WVL steuert Hunter DC-Latching-Magnetventile (Teilenummer 458200), die in alle Standard-Bewässerungsventile von Hunter passen. Vorhandene AC-Magnetventile müssen bei der Umrüstung eines Ventils auf Funksteuerung gegen die DC-Latching-Version getauscht werden.

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